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Über uns

Die wahre Geschichte eines erfolgreichen Familienunternehmens ist immer auch die Geschichte einer großen Leidenschaft für ein Produkt. In über 150 Jahren hat sich eine kleine Tapetenmanufaktur aus Bramsche bei Osnabrück zu einem der weltweit führenden Tapetenhersteller gewandelt. Heute produziert das Unternehmen nicht nur am Hauptfirmensitz, sondern ebenso in Polen, der Ukraine sowie der Türkei. Weit vernetzte Vertriebsgesellschaften in England, Frankreich, Russland und China sorgen dafür, dass heute die Produkte in über 90 Ländern erhältlich sind.

Bereits zu Beginn des 19. Jahr­hunderts gehörte der Name Rasch zu den führenden Herstellern von Tapeten in Deutschland. Und auch die fünfte Inhaberge­neration der heutigen Tapetenfabrik Gebr. Rasch fühlt sich in erster Linie der Ästhetik und dem Wert des Produkts ver­pflichtet. Beides in Einklang zu bringen, ohne der dekorativen Wandverkleidung ihren künstlerischen Ansatz zu rauben, heißt immer wieder eine klare, zeitgemäße Ausrichtung des Unter­nehmens, geführt von einem innovativen Geist, vorzunehmen.

An seine Historie angelehnt, unterstützt das Traditionshaus heute Newcomer-Designer, widmet sich mit seinem hauseigenen, internationalen Designteam modernen Trends und verleiht Klassikern einen individuellen Look. So entstehen jährlich rund 6.000 verschiedene Papier-, Präge-, Relief- und Vinyltapeten, die in die Haushalte der ganzen Welt einziehen.

In Zei­ten genereller Konsolidierung wächst das Unternehmen und begegnet den Herausforderungen mit einer führenden Markt­position in Europa. Diesen Umstand verdankt man nicht zuletzt der sorgsam führenden Hand der Familie, denn bereits in der fünften Generation vertraut die Tapetenfabrik Rasch GmbH & Co. KG auf interne Kompetenz und Verantwortung. Mit den beiden Geschäftsführern Dr. Frederik Rasch und Dario Rasch-Schulze Isfort stehen zwei Familienmitglieder an der Spitze der Unternehmensgruppe und führen die Geschichte der Leidenschaft weiter.

Historie in chronologischer Jahresabfolge

1861 Gründung der „J. H. Lücke & Rasch, Tapeten und Rouleauxfabrik“ durch Johann Heinrich Lücke und Hermann Wilhelm Gottfried Rasch. Der Tapetendruck erfolgt im Handdruck mit hölzernen Modeln und mit einer von Hand zu bedienenden 4-Farb-Rotationsdruckmaschine.
1897 Gründung der Tapetenfabrik Gebr. Rasch GmbH & Co. durch Guido Wiecking, Hugo und Emil Rasch und Neubau der Fabrik am heutigen Standort. Der Tapetendruck erfolgt mit zeitgemäßen Leimdruckmaschinen mit bis zu 16 Farbwerken; die Energie liefert eine Dampfmaschine.
1901 Eröffnung von Vertretungen und Verkaufshäusern in Paris, Amsterdam, Kopenhagen und London.
1912 Eröffnung der Repräsentanzen in Melbourne und Sydney.
1926 Herausgabe der ersten Künstlerkollektionen von rasch u.a. die Sonderkarte „Prinzessin Eitel Friedrich von Preußen“ und „Moderne Wandkunst“ von Herzogin Sophie Charlotte von Oldenburg.
1929 Entwicklung der Bauhaustapeten in Zusammenarbeit mit dem Bauhaus Dessau auf Anregung von Dr. Emil Rasch und Herausgabe der ersten Bauhaus-Kollektion.
1930er Die drei Kollektionen „Bauhaus, Weimar, May“ werden verstärkt beworben und sind das Standardprogramm von rasch: Die Bauhaustapete stand für die neutrale Gepflegtheit, die Weimartapete für die stilreine Repräsentation des Herrn, die Maytapete, entworfen von Maria May, für die persönliche Note der Frau.
1933 Nach Auflösung des Bauhauses Erwerb der Rechte am Markennamen „Bauhaus-Tapeten“ von Mies van der Rohe, dem letzten Direktor des Bauhauses Berlin.
1939 Herausgabe der Kollektion „Wiener Künstlertapeten“ unter Leitung und Mitarbeit von Josef Hoffmann, Mitbegründer der Wiener Secession.
1950 Herausgabe der „rasch-KÜNSTLER-Tapeten“ mit Entwürfen namhafter Architekten und Künstler wie Bele Bachem, Arnold Bode, Letizia Cerio, Lucienne Day, Tea Ernst, Cuno Fischer, Margret Hildebrand, Alfred Mahlau, Bruno Munari, Hans Schwippert, Renée Sintenis, Skinkichi Tajiri, Friedrich Vordemberge-Gildewart uvm.
1956 Ausstellung „Künstlerisches Schaffen – Industrielles Gestalten. Künstler um die Tapetenfabrik Rasch” mit 28 Künstlern aus 10 Ländern; danach wurde die Ausstellung in Villa Hügel Essen und 1958 in New York gezeigt.
1960er Erweiterung des Künstlerkreises um prominente Kreative wie Salvador Dalí, Jean de Botton, Bernard Schultze und Raymond Peynet. Mit „Country“ bringt rasch die erste Tapeten-Stoffkollektion heraus; zu jeder Tapete im Landhausstil gehört ein farblich und mustermäßig abgestimmter Stoff. Mit „Maison” folgt eine weitere Tapete-Stoffkollektion. Mitte der 1960er Jahre wird der Tiefdruck bei rasch eingeführt.
1970er Unter dem Einfluss der Pop- und Op-Art werden die Kollektionen „Avan’Garde“ und „Contempora“ von Pat Albeck, Wolf Bauer und Klaus Dombrowski Helmer Jehnert, Juliet Glynn Smith und Peter Raake entworfen. Auch die Künstlerkollektionen zeigen jetzt übergroße meist geometrische Muster mit farblich abgestimmten Kleinmustern, Streifentapeten und Stoffen. Mit „Screen” erscheint die erste Vinyl-Kollektion von rasch.
1980er „Charme” heißt die erste Relief-Tapetenkollektion von rasch, deren Dessins und Farben dank neuer Siebdrucktechnik reliefartig herausgearbeitet sind. Mit „Bambino“ erscheint erstmals eine komplette Kollektion für das Kinderzimmer mit frischen Farben und heiterer Musterung mit abgestimmten Stoffen. Struktur- und Relieftapeten, zum Teil mit Glimmer- und Granulat-Effekten in ganz hellen bis weißen Tönen, beherrschen das Bild.
1992 Die Tapetenkollektion „Zeitwände“, von international renommierten Architekten und Designern wie u.a. Alessandro Mendini, Bořek Šípek, Ettore Sottsass, Nathalie du Pasquier, George Sowden, Matteo Thun, Ginbande-Design entworfen, erhält Auszeichnungen und wird weltweit in die Sammlungen der führenden Museen aufgenommen.
1997 Gründung der Repräsentanz in der Ukraine.
2006 Erweiterung der Produktion um den Standort Polen.
2012 Stärkung der Marke Rasch durch Einführung einer neuen Produktstruktur. Taste, style und rasch 1861 heißen die drei Segmente, die ab sofort die neue Sortimentsstruktur des Unternehmens formen.

Zahlen, Daten, Fakten

Firmierung Tapetenfabrik Gebr. Rasch GmbH & Co. KG
Sitz Bramsche, Deutschland
Leitung Dr. Frederik Rasch
Dario Rasch-Schulze Isfort
Mitarbeiter 750 (weltweit)
Umsatz 161 Mio EUR (Gruppenumsatz 2014)
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